BUND kritisiert illegale Naturzerstörung

Der BUND kritisiert das Vorgehen aufs Schärfste und fordert Aufklärung. Es gibt sehr viele Fragezeichen zur Baumrodung, zur Auftragsvergabe, zum Vorgehen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald und der BUND Kreisverband Mannheim haben die illegale Rodung von vier Hektar Wald- und Brachfläche in Mannheim aufs schärfste kritisiert und die Beteiligten zu umfassender Aufklärung aufgefordert.

Zum Jahreswechsel hatten Naturschützer entdeckt, dass auf einer Fläche am Altrhein in Mannheim-Sandhofen alle Bäume gefällt worden waren, um Solarmodule auszulegen. Dies wurde offenbar in höchster Eile und unsachgemäß ausgeführt, für die Arbeiten im Außenbereich lag zudem keine Baugenehmigung vor.

Matthias Weyland, Regionalgeschäftsführer beim BUND erkärte dazu: „Der Vorgang ist ungeheuerlich und gleicht einem Krimi mit vielen Fragezeichen. Derzeit bemühen wir uns, die einzelnen Puzzlesteine in die richtige Ordnung zu bringen. Die Frage ist vor allem, wer zu welchem Zeitpunkt von dem Projekt wusste.“ Der Umweltverband forderte alle Beteiligten, vom Investor über die Hafengesellschaft Mannheim als Grundstücksverwalter, die MVV Energie AG und die Stadt Mannheim dazu auf, den Vorgang lückenlos aufzuklären und
transparent zu machen.

Gabriele Baier, Diplom-Biologin und Vorsitzende beim BUND Mannheim ergänzte: „Keineswegs darf die Rodung im Nachhinein legalisiert oder gar als Gewerbefläche ausgewiesen werden. Stattdessen muss, gemeinsam mit den Umweltverbänden, ein nach naturschutzfachlichen Maßstäben bestmögliches Entwicklungskonzept für die Fläche erarbeitet und umgesetzt werden!“

Bei Rückfragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an:

Wo sich bis kurz vor Weihnachten 2011 artenreiches Brachland und Auwald befanden, liegen seit den Feiertagen Solarmodule auf dem eilig gerodeten Boden.
Gerodete Vegetation für nicht genehmigte Solarmodulfläche - Wer hat das veranlaßt? (Fotos: BS)


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