21. Dezember 2013

Klima-Gutachten Grünzug Nord-Ost

Lange haben wir darauf gewartet, nun ist das Klimagutachten zum Grünzug Nord-Ost, Spinelli Barracks und Bundesgartenschau 2023, veröffentlicht. Unter folgendem link steht es zum download bereit:

http://www.konversion-mannheim.de/sites/default/files/klimagutachten_gruenzug_nordost.pdf

27. Oktober 2013

Gutachten

Die erste Verkehrsuntersuchung vom Juni 2013 des Planungsbüros VON MÖRNER finden Sie hier:

http://www.xebra.de/buga/BUGA_Verkehrsuntersuchung.pdf

lesen Sie dazu auch unsere Pressemitteilung vom 21.10.2013

8. August 2013

Stellungnahme des Bundes der Steuerzahler zu Bundesgartenschauen

Die Argumentation, dass nur mit den Zuschüssen zu einer BUGA Stadtentwicklung und Grünplanung zu finanzieren seien, halten sich hartnäckig und werden auch in Mannheim immer wieder vorgetragen.

Im folgenden Link geht der Bund der Steuerzahler zu diesem Thema auf die BUGA in Koblenz ein.

http://www.steuerzahler-rheinland-pfalz.de/Die-BUGA-Luege-Keine-Gartenschau-traegt-sich-selbst/46082c54615i1p66/index.html

7. August 2013

BUND Broschüre zum Grünzug Nord-Ost und zur BUGA 2023

Der BUND Mannheim setzt sich entschieden für die Umsetzung des Grünzug Nord-Ost ein.

Um dieses Ziel zu erreichen ist für uns vorrangig, das Spinelli Kasernengelände nach Abzug der Amerikaner zügig in eine Grünfläche zu entwickeln. In der Broschüre 'Unsere Position zur Entwicklung des Grünzugs Nord-Ost und zur geplanten Bundesgartenschau 2023' können Sie die Vorstellungen des BUND zu einer naturnahen Gestaltung des Spinelli Geländes und unsere Argumente gegen eine BUGA in der Feudenheimer Au nachlesen.

BUND_GruenzugNord-Ost.pdf

25. Juni 2013

Machbarkeitsstudie

BUND Standpunkt zu Bundesgartenschauen

Auch in anderen Städten wird die Austragung einer Bundesgartenschau zunehmend kontrovers diskutiert, da sie immer mit Eingriffen in die Natur und hohen Investitionskosten verbunden ist.

Deshalb hat der BUND im Mai 2013 das Standpunktepapier Gartenschauen für Mensch und Natur herausgebracht. Hier werden positive Ansätze vorgestellt und aufbauend auf den Erfahrungen der letzen Jahre Vorschläge gemacht, wie eine BUGA im Interesse von Natur- und Umweltschutz umgesetzt werden kann.

Verbranntes Geld - Zerstörte Natur

Eine negative Bilanz zieht der Erfahrungsbericht des BUND Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, hier wird der Konflikt zwischen den Ansprüchen der Planer nach gestalteter Natur und dem Erhalt natürlicher Biotope ausführlich beschrieben. BUGA in Schwerin 2009

 

 

Über die Bundesgartenschau-Gesellschaft

Der gärtnerische Berufsstand führt seit 1951 gemeinschaftlich mit Kommunen eine Bundesgartenschau (BUGA) bzw. Internationale Gartenschau (IGA) aus.

Die Deusche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) wurde 1993 von den Spitzenverbände des Berufstandes Bund deutscher Baumschulen (BdB), Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und Zentralverband Gartenbau (ZVG) gegründet. Die Qualitäts- und Leistungswettbewerbe im Freigelände und Ausstellungshallen für die Mitgliedsbetrieb sind die wesentlichen Inhalte der Ausstellung im Durchführungsjahr.

Die Bewerbungsrichtlinien zur Durchführung eine BUGA finden Sie hier:

18.12.2013: Leider können Sie diese hier nicht mehr einsehen.

Die DBG hat mit Schreiben vom 17.12.2013 auf ihr Urheberrecht an den Bewerbungsrichtlinien hingewiesen und den BUND Mannheim aufgefordert, die Veröffentlichung zurückzuziehen.

14. Juli 2013

Der See in der Au

Mittlerweile liegt dem BUND die Machbarkeitsstudie in der Form vom 25.6.2013 vor. Hier sind einige Detailpläne zu Tiefe, Breite und möglicher Zonierung des Sees in der Au aufgeführt. Es ist weiterhin geplant, den See am Hochgestade entlang zu führen, dies hat immer noch die Zerstörung der vorhandenen Feldgehölze und Wiesen zur Folge.

Die Flächenermittlung zeigt, dass sich der nötige Aushub für den Grundwassersee sogar auf mindestens 7,3 ha Fläche ausdehnt (Schwimmblattpflanzen, Röhricht- und Simsenzone).

 Das grundlegende Problem liegt hier in der Definition des Sees. Er wird als ökologische Aufwertung der Au beschrieben, da vor 1600 hier einmal ein Neckararm verlief und der frühere Biotoptyp wiederhergestellt wird. Nun ist ein Augewässer von Oberflächenwasser gespeist und je nach Lage dauerhaft oder zeitweise an das Fließgewässer angeschlossen. Das ist hier jedoch nicht möglich, aufgrund der Kanalisierung des Neckars ist die Feudenheimer Au vom Hochwasserregim des Neckars abgetrennt. Deshalb soll ein Grundwassersee angelegt werden, der jedoch aus gewässerökologischer Sicht mit einem Augewässer nichts zu tun hat. Darüberhinaus ist zu erwarten, dass das Grundwasser der Au durch die intensive Landwirtschaft mit Nitraten und Phosphaten angereichert ist, was zu einer vermehrten Algenblüte führt. Und auch die Belastungen, die durch die amerikanischen Streitkräfte verursacht wurden, sind wahrscheinlich im Grundwasser nachweisbar und werden dann mit dem See offengelegt.

 

 

8. April 2013

BUGA 2023 - eine Chance für Mannheim?

Am 19. Februar hat der Gemeinderat die Bewerbung zur Austragung einer Bundesgartenschau 2023 in Mannheim beschlossen.

Das BUGA-Parkgelände wird sich über das Landschaftsschutzgebiet (LSG) Feudenheimer Au und das Gelände der Spinellikaserne erstrecken.

 

Was bedeuten die BUGA Planungen für die Feudenheimer Au?

Nach der Unterschutzstellung der Au als LSG 1988 wurden im Rahmen einer ökologischen Aufwertung auf ehemaligen Ackerflächen Feldgehölze, Kopfweiden, Wiesen und Säume angelegt. Diese erstrecken sich unterhalb des Hochgestades von der Feudenheimerstraße im Süden bis zu der Kleingartenanlage 'Am Aubuckel' im Norden auf ca. 1.5 km Länge.

Genau auf diesen Flächen planen nun die BUGA Gutachter ein sogenanntes Augewässer, das die Feudenheimer Au nach deren Aussage langfristig ökologisch aufwerten soll.

 

Diese Form der Aufwertung, die mit der kompletten Zerstörung bisher angelegter Biotopstrukturen einhergeht, ist nicht mit einer nachhaltigen, zukunftsweisenden Stadtplanung zu vereinbaren.

Das geplante Augewässer soll eine Fläche von 4,8ha umfassen und als Grundwassersee angelegt werden. Das bedingt, dass die Wasseroberfläche 4m unter Geländeniveau liegen wird (Wasserstudie 'Stadt-Land-Fluss' September 2012). Werden nun natürlich anmutende, flache Ufer gestaltet, bedeutet das einen weiteren Flächenbedarf und ein erhöhtes Aushubvolumen.

 Wir fordern kleine, temporäre Gewässer, die sich in die vorhandenen Biotopstrukturen einfügen.

So kann mit relativ geringem, finanziellen Aufwand eine sinnvolle ökologische Aufwertung erfolgen.

 

Der Panoramapark

Wo heute die Straße 'Am Aubuckel' verläuft, soll der Panoramapark entstehen. Hier soll die Aussicht auf Mannheim und die dahinter liegenden Pfälzer Berge inszeniert werden.

Derzeit ist der Straßenrand und die angrenzende Böschung zur Au von Bäumen und Gebüsch bewachsen und eine Aussicht nicht möglich.

 

Wir fragen, was passiert mit diesem gut 600m langen Gehölzstreifen?

 

Zukunft der Straße 'Am Aubuckel'

Die vielbefahrene Straße (20.000 PKW/LKW am Tag und 2 Buslinien) stört die BUGA Pläne, da sie durch das Parkgelände führt. Wie dieses Problem gelöst werden soll ist völlig offen, die Kosten dafür entsprechend schwer zu kalkulieren.

Erst nach Beschlussfassung der BUGA Austragung soll ein Verkehrsgutachten folgende Varianten prüfen:

  • Verlegung der Straße in einen Trog auf dem Spinelli-Gelände.
  • Verlegung der Straße entlang der östliche Riedbahn im Bereich Schützenverein, Kleingärten.
  • Verlegung der Straße über die Dudenstraße und Querung der Östlichen Riedbahn beim Käfertaler Bahnhof.

 

Das Spinelligelände und die Frischluftschneise

Das Gelände liegt im Grünzug Nord-Ost, dem eine bedeutende Rolle für die Frischluftzufuhr der Mannheimer Innenstadt, Oststadt und Neckarstadt zukommt. Die momentan vorhandenen Hallen behindern die Belüftung im Sommer, sie sollen abgerissen werden.

Gleichzeitig sind aber auf den BUGA Plänen Neubaugebiete im Norden zu erkennen, die die offenen Flächen weiter einengen auf maximal 500m Breite. In den 1980 er Jahren wurde eine leistungsfähige Frischluftschneise noch mit über 1000m beschrieben (Fezer Gutachten), mit zunehmender Bautätigkeit wurde die notwendige Breite einfach immer weiter reduziert.

Wir fordern eine durchgängige Mindestbreite von 600m Grünfläche über das gesamte Spinelli Gelände, um die dringend nötige, verbesserte Durchlüftung des MannheimerZentrums  in heißen Sommernächten zu gewährleisten. Momentan beträgt die Temperaturdifferenz zum kühlen Mannheimer Norden 9 °C.

 Aber auch beim Thema Frischluftschneise soll erst nach der Beschlussfassung ein Klimagutachten erstellt werden.

 

 Die Parkfolge

Die Machbarkeitsstudie von Oktober war im Gemenderat umstritten, deshalb hat sich eine Projektgruppe, die sich aus Gemeinderäten, Vertretern der BUGA Gesellschaft und des Planungsbüros sinai zusammengsetzt hat, die Pläne überarbeitet. Die beteiligten Gemeindräte brachten zum Ausdruck, dass die Neckarbrücke und ein Zugang zur Maulbeerinsel vom Tisch sei.

Trotzdem ist die Maulbeerinsel als 'Inselpark' weiter in den Planungskarten verzeichnet. Die Neckarbrücke ist laut Gutachter Schwarz 'zurückgestellt'. - s.u. Grafik vom 29.1.2013

Verkehrsanbindung

Für die 180 Tage dauernde BUGA werden ca. 2,8 Mio. Besucher erwartet.

Diese sollen zu 30% mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Doch weder der Hauptbahnhof, noch die betroffenen Straßenbahnhaltestellen sind für diesen Besucheransturm gerüstet. Hier werden weitere Investitionen in die Infrastruktur nötig sein, die noch nicht im Investitionshaushalt aufgelistet sind.

 

Die Kosten

Momentan wird mit einem Investitionshaushalt von 105 Mio. € gerechnet.

 

 

 



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