Baumschnittkurs für Kernobst (Februar 2017)

An einem sonnigen Samstagmorgen ihaben wir auf unserer Streuobstwiese einen Baumschnittkurs mit der Obst- und Gartenfachwirtin Frau Artner veranstaltet. Zahlreiche Besucher haben erfahren, wie man fachmännisch junge und alte Obstbäume schneidet. 

Streuobstwiesenfest

Am Samstag 17.09.16 fand auf der Seckenheimer Streuobstwiese ein kleines Fest statt mit Kaffee und Kuchen, Informationen rund um die Bienen und Bienenhaltung, sowie einem Rundgang über die Wiese.


Herr Martin, Imker auf der Seckenheimer Streuobstwiese, machte klar wie wichtig Bienen für unser Obst sind: Rund 75% des Obstertrages gehen auf die Bestäubung von Bienen zurück, die übrigen 25 % auf die Bestäubung durch andere Insekten, z.B. Hummeln und Fliegen.


Die Besucher lernten den Lebenszyklus von Bienen kennen, erfuhren, wie Bienen Nahrungsreserven anlegen und wie der Imker die Tiere gut ernährt und gesund halten kann, auch wenn er Honig entnimmt. Besonders Interessierte hatten Gelegenheit mit dem Kopf- und Gesichtsschutz der Imker einen Blick in die Stöcke zu werfen, als er eine Wabe herauszog.

Besucher am Bienenstock (links), Herr Martin erklärt was auf der Wabe zu sehen ist (rechts; Fotos: B. Schlote-Sautter).

Weiter erfuhren die Besucher, dass das Wachs der Wabe von den Bienen selbst ausgeschwitzt und geformt wurde. Die Wabe hatte, deutlich erkennbar, im oberen Teil einen Honigbereich, der zum Teil verdeckelt war. Im unteren Teil, dicht bei dem Futter, lag die Kinderstube (Brutbereich) mit unterschiedlich großen Larven. Ganz unten im Brutbereich warteten unter den Deckelchen Bienenpuppen auf ihre Umwandlung zur Biene. 

Auch im Spätsommer gibt es noch Nachwuchs: Wabe von Nahem mit Bienen, deren Aufgabe es ist die Jungen zu füttern (links); in einem ein Ausschnitt des Wabenteils ist zu erkennen, dass der Nachwuchs unterschiedlich groß ist (rechts; Fotos: Schlote-Sautter).

Bei einem Rundgang über die Obstwiese konnten die Besucher unterschiedliche Äpfel kosten, wie ältere säuerlichere Sorten, darunter den Rheinischen Bohnapfel, den Roten von Boskoop, den Kaiser Wilhelm oder einen Glockenapfel und die milde, inzwischen leider leicht alkoholische Goldparmäne, die bereits vor 400 bis 500 Jahren bei Hofe als Tafel gereicht wurde. Einen großen Geschmackskontrast lieferten zwei britische Apfelsorten: der Cox Orange, eine süß-würzige Sorte, die früher auch in Deutschland häufiger angebaut wurde und ein Abkömmling, der weniger süße aber leicht würzige Laxton's Superb.

Baumschnittkurs

Für interessierte Mannheimer Bürger boten wir im November 2012 einen Baumschnittkurs an, der reges Interesse fand.

 

Durchaus unterhaltsam brachte uns Herr Krafft-Winter aus dem Werra-Meißner Kreis in kurzer Zeit den Öschbergschnitt nahe, der in der schweizerischen Zentrale für Obstbau entwickelt und in den 50er Jahren von Helmut Palmer in Württenberg eingeführt wurde.

 

Das Überzeugende an dieser Schnitttechnik ist ihre einfaches Prinzip. 3 bis 4 Leitäste im Winkel von 45°, keine Beschattung durch darüberstehende Äste und das 'Umkehrprinzip', d.h. Schnitt auf das innere Auge, das erst im nächsten Jahr entfernt wird. Und noch einige weitere Kniffe haben wir gelernt.

Jetzt müssen wir die schöne Theorie nur noch umsetzen, wir werden sehen, wie erfolgreich wir das schaffen.



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